Sämtliche polybromierten Biphenyle (PBB) und polybromierten Diphenylether (PBDE) durch andere Stoffe ersetzenRoHS-Richtlinie |
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Vorgehensweise zur Bewertung:
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Falls die Vermeidung von Flammschutzmitteln nicht möglich ist, sollen Alternativen eingesetzt werden. Es sollen dabei die Machbarkeit, die physikalischen Eigenschaften und ökonomischen Aspekte (ev. Mehrverbrauch bei gleichem Ergebnis) berücksichtigt werden. Beispiele für die Alternativen zu PBB und PBDE:
Die chemische Wirkung besteht im Einfangen der beim Verbrennungsprozess entstehenden freien Radikale mit Hilfe der Halogene Chlor und Brom, wodurch die exotherme Kettenreaktion unterbrochen wird. Eine Alternative dazu könnten Flammschutzmittel mit physikalischer Wirkungsweise darstellen:
Der Einsatz von Flammschutzmitteln wird gesetzlich geregelt (z.B. im Arbeits- und Verbraucherschutzrecht oder im Bau- und Umweltrecht). Auch wenn die Gesetzgebung und die Sicherheit der Nutzer es zulassen, sollte nach Möglichkeit weitgehend auf Flammschutzmittel verzichtet werden. Der Sicherheit in der Nutzung muss jedoch Vorrang gegeben werden.
Es ist zu erwarten, dass sich die Logistik vom Halbfabrikat bis zum Endkunden mit Wirkung der RoHS-Richtlinie ändern wird. Disponenten und Einkäufer sind gefordert, kleine Losgrößen an z. B. PBB- und PBDE-freien Bauteilen zu produzieren und zu lagern, damit Kundenbestellungen termingerecht nachgekommen werden kann. Quecksilberhaltige und quecksilberfreie Bauteile müssen jederzeit identifiziert werden können. Das kann firmenintern über besondere Materialnummern und auf der Verkaufsverpackung mit einem Logo z. B. PBB und PBDE-frei bzw. RoHS-Logo geschehen. Darüber hinaus müssen Konformitätserklärungen von den Lieferanten für Materialien und Bauteile eingeholt werden, um die rechtliche Absicherung der RoHS-gerecht produzierten Geräte zu gewährleisten.