ECODESIGN EEG PILOT

Sämtliches Quecksilber durch andere Stoffe ersetzen

RoHS-Richtlinie <- Umsetzung, "WIE" <-

Checkliste zur ECODESIGN Analyse

Produkt

Sind die eingesetzten Schalter und Sensoren Hg-frei?
  
  
Gibt es am Markt Hg-freie Alternativen? Verfügen die lieferbaren Bauteile über eine entsprechende Zertifizierung?
Relevanz (R) Erfüllung (E) Priorität (P)
sehr wichtig ( 10 )
weniger wichtig ( 5 )
nicht relevant ( 0 )
ja ( 1 )
eher ja ( 2 )
eher nein ( 3 )
nein ( 4 )

P = R * E
Maßnahme Quecksilberschalter und Sensoren durch Hg-freie Alternativen ersetzen
Idee zur
Realisierung


Werden bereits alternative Technologien zur Vermeidung von Quecksilberschalter eingesetzt?
  
  
Welche Funktion soll der Schalter bzw. der Sensor besitzen? Kann diese Funktion durch ein anderes Funktionsprinzip realisiert werden? Können andere Technologien eingesetzt werden?
Relevanz (R) Erfüllung (E) Priorität (P)
sehr wichtig ( 10 )
weniger wichtig ( 5 )
nicht relevant ( 0 )
ja ( 1 )
eher ja ( 2 )
eher nein ( 3 )
nein ( 4 )

P = R * E
Maßnahme Quecksilberschalter und Sensoren durch andere technische Lösung ersetzen
Idee zur
Realisierung


Werden die Höchstgrenzen des Quecksilberanteils in den von Ihnen produzierten Leuchtstofflampen eingehalten?
  
  
Welche Mengen an Hg enthalten Ihre Leuchtstofflampen? Durch welche Maßnahmen lassen sich die Mengen unter die zugelassenen Höchstmengen reduzieren?
Relevanz (R) Erfüllung (E) Priorität (P)
sehr wichtig ( 10 )
weniger wichtig ( 5 )
nicht relevant ( 0 )
ja ( 1 )
eher ja ( 2 )
eher nein ( 3 )
nein ( 4 )

P = R * E
Maßnahme Quecksilbergehalt in Leuchtstofflampen möglichst niedrig halten
Idee zur
Realisierung


Werden in dem Produkt quecksilberhältige Leuchtstofflampen eingesetzt?
  
  
Welche Menge an Hg wird in den Leuchtstofflampen verwendet? Stehen Zertifikate bzw. Materialdeklarationen der Hersteller zur Verfügung?
Relevanz (R) Erfüllung (E) Priorität (P)
sehr wichtig ( 10 )
weniger wichtig ( 5 )
nicht relevant ( 0 )
ja ( 1 )
eher ja ( 2 )
eher nein ( 3 )
nein ( 4 )

P = R * E
Maßnahme Eingesetzte Leuchtstofflampen auf Hg-Inhalte prüfen
Idee zur
Realisierung


Sind die Kontakte quecksilberhältig?
  
  
Können quecksilberhältige Kontaktwerkstoffe durch andere ersetzt werden? Erfüllen die Alternativen die notwendigen Anforderungen an z. B. Prellfreiheit, Lebensdauer?
Relevanz (R) Erfüllung (E) Priorität (P)
sehr wichtig ( 10 )
weniger wichtig ( 5 )
nicht relevant ( 0 )
ja ( 1 )
eher ja ( 2 )
eher nein ( 3 )
nein ( 4 )

P = R * E
Maßnahme Quecksilber in Kontakten vermeiden
Idee zur
Realisierung


Ist die Logistikkette ausreichend auf die Veränderungen vorbereitet?
  
  
Wurden bereits Maßnahmen zur geänderten Logistik getroffen? Welche Abteilungen sind betroffen? Welche Zulieferfirmen? Können die Maßnahmen in Abstimmung mit Lieferanten und Kunden durchgeführt werden?
Relevanz (R) Erfüllung (E) Priorität (P)
sehr wichtig ( 10 )
weniger wichtig ( 5 )
nicht relevant ( 0 )
ja ( 1 )
eher ja ( 2 )
eher nein ( 3 )
nein ( 4 )

P = R * E
Maßnahme Logistik auf geänderte Bestellungen und Kundenanforderungen anpassen
Idee zur
Realisierung



Vorgehensweise zur Bewertung:
  1. Relevanz:
    Legen Sie die Relevanz der jeweiligen Bewertungsfrage im Hinblick auf Ihr Produkt fest (sehr wichtig/ weniger wichtig/ nicht relevant für mein Produkt).
  2. Erfüllung:
    Beantworten Sie die Erfüllung der jeweiligen Bewertungsfrage mit Hilfe der vier vorgegebenen Antwortmöglichleiten (ja / eher ja /eher nein / nein). Die zusätzlichen Fragen dienen zum besseren Verständnis der Analysefrage und müssen nicht beantwortet werden.
  3. Priorität:
    Identifizieren Sie jene Maßnahmen mit hoher Priorität (P) und bearbeiten Sie nur diesen weiter.
  4. Idee zur Realisierung:
    Finden Sie Ideen zur Realisierung dieser ECODESIGN Maßnahmen. Die Lerninformation mit aufgezeigten Beispielen kann hierbei hilfreich sein.
  5. Speichern:
    Speichern Sie die Checkliste zur Dokumentation der ECODESIGN Bewertung.

 

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Quecksilberschalter und Sensoren durch Hg-freie Alternativen ersetzen

Der flüssige Aggregatzustand von Quecksilber ermöglicht die Registrierung von Bewegung, Neigung oder Vibration und das reibungslose Schalten des elektrischen Stroms.
Das Verbot von Quecksilber hat die Bauteilehersteller gezwungen, Hg-freie Alternativen anzubieten. So sind bereits am Markt innovative Lösungen erhältlich, die die vergleichbare Funktion und Zuverlässigkeit wie die Quecksilberschalter besitzen. Als Beispiele können mechanische Metallkugelschalter oder Schalter mit elektrolytischen Flüssigkeiten genannt werden.


Quecksilberschalter und Sensoren durch andere technische Lösung ersetzen

In manchen Fällen kann die Funktion des Quecksilberschalters durch eine andere Konstruktionslösung oder ein anderes Funktionsprinzip ersetzt werden. Zur Auswahl stehen z.B. fotooptische Bauteile wie Fototransistor in einer Lichtschranke, Druck- und Kraftsensoren, Schallsensoren, induktive Sensoren oder kapazitive Berührungssensoren.
Der Einsatz dieser Alternativen ist stark von der Anwendung abhängig. Bei dieser Lösungsvariante ist oft mit einem Redesign des Produkts zu rechnen, was wiederum in ein innovatives, verbessertes Produkt resultieren kann.


Quecksilbergehalt in Leuchtstofflampen möglichst niedrig halten

Die RoHS-Richtlinie begrenzt den Einsatz von Hg in Leuchtstofflampen auf unterschiedliche Höchstmengen abhängig von der Lampenart auf 5 mg, 8 mg oder 10 mg. (Vgl. Ausnahmen für Quecksilber im WAS-Bereich) Dafür ist es notwendig, die Hg-Mengen pro "homogenem Material" zu prüfen und technologische Lösungen zur Senkung des Hg-Gehaltes zu erarbeiten.

Die vorgeschriebenen Höchstgrenzen werden laufend dem Stand der Technik angepasst. Selbst wenn Ihre Produkte bereits unterhalb dieser Grenzen liegen ist es empfehlenswert, sich mit den Reduktionskonzepten auseinander zu setzen.


Eingesetzte Leuchtstofflampen auf Hg-Inhalte prüfen

Wenn das Produkt Leuchtstofflampen beinhaltet, müssen diese auf die Hg-Inhalte geprüft werden (Vgl. Ausnahmen für Quecksilber im WAS-Bereich). Zu diesem Zwecke sollen entsprechende Herstellerangaben, Deklarationen, Zertifikate usw. eingeholt und geprüft werden. Falls diese nicht zur Verfügung stehen, sollen sie beim Hersteller oder Lieferant angefragt werden.


Quecksilber in Kontakten vermeiden

Quecksilber in Relais kann durch vergoldete Kontakte ersetzt werden, Prellfreiheit kann derzeit jedoch nur unter Einsatz von Quecksilberkontakten erreicht werden. Zudem weisen vergoldete Kontakte eine meist kürzere Lebensdauer auf.


Logistik auf geänderte Bestellungen und Kundenanforderungen anpassen

Es ist zu erwarten, dass sich die Logistik vom Halbfabrikat bis zum Endkunden mit Wirkung der RoHS-Richtlinie ändern wird. Disponenten und Einkäufer sind gefordert, kleine Losgrößen an z. B. quecksilberfreien Bauteilen zu produzieren und zu lagern, damit Kundenbestellungen termingerecht nachgekommen werden kann. Quecksilberhaltige und quecksilberfreie Bauteile müssen jederzeit identifiziert werden können. Das kann firmenintern über besondere Materialnummern und auf der Verkaufsverpackung mit einem Logo z. B. RoHS-compliant geschehen. Darüber hinaus müssen Konformitätserklärungen von den Lieferanten für Materialien und Bauteile eingeholt werden, um die rechtliche Absicherung der RoHS-gerecht produzierten Geräte zu gewährleisten.