Umweltbewertung
Mit Umweltbewertung wird versucht die Umweltauswirkungen von Materialien, Produkten, Prozessen etc. möglichst vollständig zu erfassen, zu quantifizieren und hinsichtlich eines Ziels zu bewerten. In einem Aggregationsschritt können so gewonnene Daten zu einer einzigen Kennzahl verdichtet und zum Vergleich von Alternativen herangezogen werden (siehe EcoIndicator).
Ökobilanz
Grundsätzlich müssen für eine Abschätzung der Umweltverträglichkeit alle auf der Inputseite beitragenden Anlagen, Rohstoffe, Produkte, Verpackungen und Transportleistungen berücksichtigt werden. Eine Abschätzung bzw. Bewertung der Umweltauswirkungen muß alle Lebensbereiche eines Produktes erfassen. Die standardisierte Form der Umweltbewertung ist die Ökobilanz, diese wird in vier Schritten durchgeführt:
1. Definition von Zielsetzung und Untersuchungsrahmen
Im allgemeinen gilt der erste Schritt als besonders wichtig, da das Ergebnis einer Ökobilanz vor allem mit jenen Entscheidungen zusammenhängt, die in dieser Phase getroffen werden.
2. Sachbilanz
Mit der Sachbilanz wird eine Matrix der quantifizierbaren Umweltbelastungen aufgestellt.
3. Wirkungsbilanz
In diesem dritten Schritt werden die Umwelteinwirkungen der Sachbilanzdaten beschrieben. Beispielsweise sollten folgende Wirkungen einbezogen werden: Treibhauseffekt, Ozonabbau, Human- und Umwelttoxizität, Gewässerversauerung, Flächenbedarf, etc.
4. Bilanzbewertung
In der Bilanzbewertung sollen Schlußfolgerungen aus der Sach- und Wirkungsbelanz gezogen werden.
