ZERMEG
Ausgangssituation
Grundvoraussetzungen für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem ist eine Industrie, bei der keine Abfälle und Emissionen anfallen. Dafür sind so genannte "Null-Emissions-" bzw. "Zero Emission"-Verfahren erforderlich, die eine vollständige Weiternutzung aller Rohstoffe und Energieflüsse ermöglichen, die nicht ins Endprodukt eingehen.
Herausforderung
Das Ziel dieser Projektkette war es eine Methodik zu entwickeln, mit der bestehende Galvanikanlagen so betrieben, umgebaut und erweitert werden können, dass sie sich unter möglichst weitgehender Reduktion des Wasser- und Chemikalieneinsatzes betreiben lassen. Die entscheidende Neuerung ist das Einführen eines Backcasting Ansatzes, in dem ausgehend von dem berechneten idealen Prozess für den jeweiligen Betrieb (nach den Grundsätzen der Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit) diejenigen Optimierungsschritte systematisch ermittelt werden, die den Betrieb ausgehend vom Istzustand möglichst nahe an den Optimalzustand heranführen.
Ergebnisse
Mit dem Optimierungsansatz ZERMEG wurde im Rahmen der ersten Ausschreibung der Fabrik der Zukunft eine Methode geschaffen, mit der sich bestehende galvanische Anlagen systematisch optimieren lassen. Das Nachfolgeprojekt ZERMEG II verstand sich als Fortsetzung der Aktivitäten. Untersuchungen hatten gezeigt, dass für ein vollständiges Zero-Emission-Konzept konzentrierte Untersuchungen der Entfettung sowie der Beiz- und Ätzprozesse in oberflächenbehandelnden Betrieben notwendig sind. Weiters wurde durch die Einbindung neuer Projektpartner die Anzahl der Anwendungen der ZERMEG-Methode drastisch erhöht. ZERMEG III bringt schließlich die Erfahrungen vorangeganger FdZ-Projekte in ein Planspiel einer "Virtuellen Fabrik der Zukunft" mit dessen Hilfe Manager interaktiv die Wirkungen von organisatorischen und technischen Entscheidungen auf die Nachhaltigkeit des Unternehmens abschätzen können. Das Planspiel ZERMEG III ist über http://www.simplicity.at:8080/simgame/login.jsf zugänglich. Die BenutzerInnen müssen sich über das Benutzerkennwort: trial143 bzw. das Passwort: huTe29pa einloggen.
Fotoquelle: Petra Blauensteiner ÖGUT

Ecodesign Kommentar
Durch die Verbesserung der Galvanikanlagen mit Hilfe von genauen Prozessanalysen, Optimierung der Prozessparameter und Prozessrückführungen wird ein abwasser- und abfallfreier Betrieb forciert. Beispielsweise konnte durch Anwendung der Methode in einer Feuerzinkerei 50% der Salzsäure eingespart werden.